Kosmetik für Kinder?!
Früh geprägt statt frei: Warum Kinder und Teenager keine Kosmetik brauchen
Kosmetikprodukte werden längst nicht mehr nur für Erwachsene vermarktet.
Glitzerpflaster für Kinder, Augenpads für „müde Teenageraugen“, Anti-Pickel-Sticks für Schülerinnen ab der Mittelstufe... Kosmetik für Kinder und Teenager ist heute fast schon normal. Und das ist problematisch.
Denn weder Kinder noch Teenager brauchen Kosmetik, um „richtig“ zu sein.
Wenn Körper früh zum Problem erklärt werden
Das eigentliche Problem beginnt sehr viel früher.
Natürlich verändert sich der Körper in der Pubertät: Haut, Hormone und Selbstwahrnehmung geraten in Bewegung. Das ist normal. Doch statt diese Phase als natürlichen Entwicklungsprozess zu begleiten, vermittelt Kosmetikmarketing oft eine andere Botschaft:
Dein Körper ist ein Problem.
Deine Haut muss kontrolliert werden.
Du solltest besser aussehen, als du es gerade tust.
Gerade Kinder und Jugendliche trifft das in einer Lebensphase, in der ihr Selbstbild besonders verletzlich ist. Unsicherheit wird durch starken Fokus auf Verbesserung der Optik nicht aufgefangen, sie wird verstärkt.
Aber: Kinder- und Teenagerkörper sind keine Baustellen.
Sie befinden sich in Entwicklung. Und Entwicklung braucht vor allem Zeit, Geduld und Orientierung. Nicht ständige Optimierung.
Was Kinder und Teenager wirklich brauchen
Statt früher Kosmetikroutinen brauchen junge Menschen Dinge, die Körper und Psyche nachhaltig stärken:
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Frische Luft, Bewegung und echtes Erleben fördern Gesundheit stärker als jedes Pflegeprodukt.
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Zeit ohne Spiegel, Filter und Vergleiche unterstützt ein gesundes Körpergefühl.
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Kontakt zur Natur beeinflusst das Mikrobiom positiv, das ist ein oft unterschätzter Faktor für Hautgesundheit und die Gesundheit des gesamten Körpers.
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Wissen über den eigenen Körper schafft Sicherheit statt Scham.
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Unterstützung bei der schonenden Pflege der Haut und Unterstützung bei Hautproblemen, ohne Druck, perfekt aussehen zu müssen.
Weniger Produkte, mehr Orientierung
Milde Pflege, Sonnenschutz oder medizinische Unterstützung können in bestimmten Fällen sinnvoll sein.
Aber Kosmetik als Lifestyle, als tägliche Routine oder als vermeintliche Lösung für Unsicherheit setzt am falschen Punkt an.
Echte Selbstfürsorge bedeutet, jungen Menschen zu zeigen:
Dein Körper darf sich verändern.
Haut darf in der Pubertät unruhig sein.
Das ist kein Fehler, das ist Wachstum.
Und wenn man ehrlich ist: Bei unreiner Haut, Rötungen oder Pickeln hilft auch die schönste Tuchmaske nicht. Oft sogar im Gegenteil. Denn das Mikrobiom der Haut wird durch viele aggressive Inhaltsstoffe gestört und kann sich nicht mehr regulieren. Folglich entstehen eher noch mehr Unreinheiten, Rötungen etc...
Manchmal lassen sich Pflegeprodukte nicht vermeiden. Zum Beispiel, wenn ein Kind anfängt zu riechen oder die Haut durch Witterung trocken wird. In solchen Fällen lohnt es sich, auf besonders milde Produkte mit unbedenklichen, essbaren Inhaltsstoffen zu achten. Unsere Deo und unsere Hippie Butter erfüllen genau diese Kriterien und sind daher gut geeignet für Kinder und Jugendliche ab der Vorpubertät.
Selbstwert entsteht nicht im Badezimmerschrank
Kinder und Teenager müssen nicht früh lernen, sich zu optimieren. Sie müssen lernen, sich selbst zu vertrauen.
Der beste Schutz für Haut und Selbstbild ist kein neues Produkt. Es sind Bewegung, Zeit draußen, ehrliche Gespräche und die klare Botschaft:
Du bist nicht zu viel.
Du bist nicht falsch.
Du bist genau richtig in deiner Entwicklung.
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