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Darm und Darmflora

Darm und Darmflora

Was macht der Darm?

Der Darm ist ein gewundener Muskelschlauch, dessen Hauptaufgabe es ist, Nahrung zu verdauen. Er reicht vom Magenpförtner bis zum After und besteht aus der Darmoberfläche, die mit einer Schleimhaut überzogen und mit unzähligen unterschiedlichen Bakterien, der sogenannten Darmflora,  besiedelt ist.

Die Darmoberfläche begrenzt den Körper nach innen
Unsere Darmoberfläche ist riesig. Sie beträgt rund 400 qm und ist damit etwa so groß wie ein Fußballfeld. So wie deine Haut, die rund 2 qm Fläche aufweist, deinen Körper nach außen begrenzt, stellt die Darmoberfläche die Grenze nach innen dar. Ihre Aufgabe als Barriere ist es, die guten Nahrungsbestandteile in den Körper und ins Blut zu schleusen sowie schlechte Bestandteile abzuhalten und wieder auszuscheiden. Überzogen ist die Darmoberfläche mit einer Schleimhaut, in der fest verankerte Kolonien von Bakterien leben, die als Darmflora bezeichnet werden.

Aufgaben des Trios Darmoberfläche, Schleimhaut und Darmflora
Stelle dir die Darmoberfläche mit ihrer Schleimhaut als Netz vor, das unerwünschte Bestandteile der Nahrung herausfiltert und erst gar nicht in den Darm hineinlässt. Darüber hinaus stellt sie, gemeinsam mit der Darmflora, eine erste Verteidigungslinie deines Körpers gegen eindringende „schlechte“ Bakterien, Viren, Pilze und andere Erreger dar, die mit der Nahrung in deinen Körper gelangen wollen. Darmoberfläche, Schleimhaut und Darmflora sind somit ein wichtiger Bestandteil deiner Immunabwehr.

Unterschiedlichen Bakterien für unterschiedliche Darmabschnitte
Der Darm ist in verschiedene Abschnitte aufgeteilt, die ganz spezifische Aufgaben haben. Um optimale Rahmenbedingungen für diese Aufgaben zu schaffen, setzen sich die Bakterien der Darmflora je nach Abschnitt unterschiedlich zusammen.

Im Zwölffingerdarm erfolgt die Neutralisation des Speisebreis. Von den hunderten verschiedener „guter“ Bakterien der Darmflora siedeln dort bevorzugt Lactobazillen und Streptokokken (Kugelbakterien).

Nachfolgend werden im Dünndarm die meisten Nahrungsbestandteile wie Zucker, Eiweiß, verdautes Fett, aber auch Vitamine und Mineralien ins Blut aufgenommen. Zu den Lactobazillen siedeln in diesem leicht sauren Milieu besonders Escherichia Coli (begeißelte Stäbchenbakterien) und Enterokokken (unbewegliche Sporenkokken).

Im letzten Abschnitt des Darmes, dem Dickdarm, wird aus dem verdauten Speisebrei Wasser in den Körper wieder aufgenommen und Schleim gebildet, damit der Stuhl gleitfähig wird. Im Dickdarm ist die höchste Konzentration an Darmflora, die zusätzlich mit den Stämmen Bifidobakterien und Bacterioides angereichert ist.

 

Woraus besteht die Darmflora?

Die Darmflora besteht aus hunderten unterschiedlicher Bakterienstämmen, die sich in der Schleimhaut der Darmoberfläche angesiedelt haben. 

So funktioniert die Darmflora
In unserem Darm leben etwa 400 bis 1800 verschiedene Bakterienstämme. Diese Bakterien sind von großer Wichtigkeit für

  • die Nahrungsaufnahme in den Körper,
  • zum Schutz der Darmoberfläche und
  • für die erste Barriere im System der Immunabwehr.

Sie bilden eine Lebensgemeinschaft, die als „Mikrobiom“ bekannt ist. Dabei können Abbauprodukte der einen Spezies Nahrung für die anderen darstellen, manche produzieren ein saures Milieu, das andere dann wieder ausgleichen. Kurzum, nur gemeinsam und in der optimalen Zusammensetzung bieten unsere Darmbakterien den Schutz, den wir uns von einer funktionierenden Darmflora erwarten. Jeder Mensch hat sein eigenes, spezifisches Mikrobiom.

Befinden sich diese vielen Bakterienstämme in einem gesunden Umfeld und liegen optimale Lebensbedingungen vor, dann läuft vom Einschleusen der Nahrungsbestandteile bis zur Ausscheidung alles perfekt ab. Es findet ein hochkomplexes Zusammenspiel biochemischer Prozesse statt. Die Mitochondrien, die winzige Kraftwerke unserer Zellen liefern Energie und die Immunabwehr wird aufgebaut und organisiert.

So stellen eine gesunde Darmflora, ein intaktes Mikrobiom und ein funktionierender Schutzwall aus Darmoberfläche mit Darmschleimhaut die Basis für eine ausgeglichene „Verdauung“ dar und sorgen auf diese Weise für unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit.

Gestörte Darmflora führt zu Problemen
Aber nicht nur das kurzfristige Wohlbefinden ist von einer intakten Darmflora abhängig. Allergien, Autoimmunreaktionen, chronische Beeinträchtigungen finden oft ihren Anfang in einer längerfristig gestörten Darmflora. Einseitige Ernährung, Konservierungsstoffe in den Nahrungsmitteln, Umwelteinflüsse aber auch lebenserhaltende Antibiotika können die Darmflora schädigen. Werden einzelne wichtige Bakterienstämme durch schlechtere Lebensbedingungen oder durch Antibiotika reduziert, vermehren sich andere Mikroorganismen wie Clostridien oder Candidapilze. Deren giftige Abbauprodukte, sogenannte Toxine, stören zusätzlich das sensible Gleichgewicht der Darmflora beispielsweise durch Verschiebung des Säurewertes.

Ein Teufelskreis, der mit zunehmender Dauer weniger reguliert werden kann und schleichend zu merklichen Beschwerden wie Verdauungsproblemen, steigender Anfälligkeit für Infektionen, bis hin zu Allergien und chronischen Krankheiten führt.

Was kannst du dagegen unternehmen?
Ausgewogene Nahrungsergänzungsmittel mit den passenden Bakterienstämmen helfen dir, deine Darmflora wieder ins Gleichgewicht zu bringen und Schlimmeres zu verhindern. Dein Ziel sollte aber in jedem Fall eine gesunde Ernährung sein, denn diese ist durch nichts zu ersetzen!


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